Enspel. Sportliche Erfolge, kulturelle Leistungen und außergewöhnliches ehrenamtliches Engagement standen im Mittelpunkt der Kultur- und Sportlerehrung der Verbandsgemeinde Westerburg am Dienstag, 27. Oktober 2026. In besonderer Atmosphäre wurden Einzelpersonen und Gruppen ausgezeichnet, die sich durch herausragende sportliche Leistungen, kulturelle Verdienste und ihren langjährigen Einsatz für die Gemeinschaft verdient gemacht haben.
Bürgermeister Markus Hof würdigte in seiner Ansprache die Vielfalt und Bedeutung des Engagements in der Region. Besonders hob er hierbei die Beharrlichkeit und den Trainingsfleiß der jungen Sportlerinnen und Sportler hervor. Zugleich betonte er aber auch, wie wichtig ehrenamtlicher Einsatz für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und das lebendige Miteinander im Westerwald ist. In der Folge wurden nachfolgende Personen und Gruppen geehrt:
Sportliche Erfolge im Schwimmen, Judo und Tennis
Für ihre sportlichen Leistungen wurde Monika Leithold aus Weltersburg, Mitglied der SG Westerwald e. V., geehrt. Sie überzeugte 2024 bei den Bezirksmeisterschaften Neuwied/Westerwald mit zwei Goldmedaillen und gewann bei den Rheinlandmeisterschaften im Masters-Schwimmen der Altersklasse AK 45 drei Gold- und eine Silbermedaille.
Lena Adamitz aus Girkenroth, die für den Judo-Club 1970 Elz e. V. startet, wurde für ihre Erfolge im Judo ausgezeichnet. Bei den Südwestdeutschen Meisterschaften erreichte sie 2025 den zweiten Platz und 2024 sowie 2026 jeweils den dritten Platz. Darüber hinaus engagiert sie sich im Kindertraining in Westerburg und beim Technischen Hilfswerk.
Auch der Tennisnachwuchs des Tennisvereins Guckheim e. V. konnte herausragende Erfolge vorweisen. Victoria Kuncheva wurde 2025 Vize-Rheinlandmeisterin im Tennis der Altersklasse U12 im Freiluftwettbewerb. Ihr Bruder Konstantin Kunchev sicherte sich im selben Jahr den Titel des Rheinlandmeisters im Hallen-Tennis der Altersklasse U10.
Philipp Püchner wurde 2025 Rheinland-Pfalz-Meister im U12-Freiluft-Einzel. Darüber hinaus erreichte er weitere Podestplätze bei den Landesmeisterschaften und wurde 2026 Rheinlandmeister im U14-Hallen-Einzel.
Die Auszeichnungen würdigten sowohl die sportlichen Leistungen als auch den Trainingsfleiß und die kontinuierliche Entwicklung der Athletinnen und Athleten.
Maria Meurer: Ein wichtiger Beitrag zur Erinnerungskultur
Für ihre langjährige literarische und historische Arbeit wurde Maria Meurer aus Westerburg geehrt. Sie widmete sich intensiv der Erforschung der Verfolgung der ehemaligen jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger während der NS-Zeit sowie dem Schicksal des Westerburger Albert Wengenroth, der im Konzentrationslager Dachau ums Leben kam.
Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichte sie in den Büchern „Tod in Dachau – Das Leben des Albert Wengenroth“ und „Verfolgt – Vertrieben – Vernichtet: Erinnerung an das Schicksal der Westerburger Juden“. Darüber hinaus beteiligte sie sich an Ausstellungen, Gedenkveranstaltungen, Vorträgen und Stadtführungen und wirkte am Projekt „Spuren jüdischen Lebens“ der Stadt Westerburg mit. Mit ihrer Arbeit leistet sie einen wichtigen Beitrag zur regionalen Erinnerungskultur und zur Vermittlung historischer Verantwortung ankommende Generationen.
Während der Veranstaltung las Maria Meurer einen Auszug aus ihrem Buch vor.
Jugendförderverein SV Gemünden: Sport und soziales Engagement
Eine Gruppenehrung erhielt der Arbeitskreis des Jugendfördervereins SV Gemünden. Ausgezeichnet wurden Gabriele und Dirk Liebscher, Melanie und Claus Werner, Nora und Ramon Garcia, Jutta und Marco Horn, Verena und Robert Simon, Christina und Dietmar Wiederstein sowie Rebecca und Michael Horn.
Seit seiner Gründung am 25. Februar 1998 setzt sich der Verein für die Förderung der Sportjugend im Wäller Land ein. Zu seinen Aktivitäten gehören Jugendfahrten und die Ausrichtung von über 25 Jugend-Hallenturnieren. Besonders hervorzuheben ist das soziale Engagement: Rund 82.000 Euro wurden bislang an die Unnauer Patenschaft zur Unterstützung von Familien mit krebskranken Kindern gespendet. Zusätzlich unterstützte der Verein mehrfach Familien aus der Verbandsgemeinde direkt.
Die Ehrung würdigte das langjährige Engagement für Kinder und Jugendliche sowie den wichtigen Beitrag zur Unterstützung von Familien.
Tischtennis: Erfolgreiches Team der TTG Willmenrod/Langenhahn
Für ihren sportlichen Erfolg wurden Kornelia Braun, Christiane Kaiser und Doris Hannappel von der TTG Willmenrod/Langenhahn ausgezeichnet. 2025 wurden sie Vize-Verbandsmannschaftsmeisterinnen im Tischtennis der Senioren.
Die Spielerinnen überzeugten durch ihre sportliche Leistung und ihren Teamgeist. Im Rahmen der Ehrung sorgten sie zudem mit einem kleinen Schauspiel an der Tischtennisplatte für Unterhaltung. Anschließend traten sie in einem Doppel gegen Bürgermeister Markus Hof und den Abteilungsleiter der Abteilung Soziales, Ordnung, Bildung und Kultur, Martin Ortseifen, an.
Wäller on Sidecars: Meistertitel im historischen Motorsport
Auch das WoS-Team (Wäller on Sidecars) wurde für seine Erfolge bei der Deutschen Historischen Motorradmeisterschaft geehrt. Im Jahr 2024 erreichte das Team in den Seitenwagenklassen C, Y und Z jeweils den ersten Platz. Über alle Seitenwagenklassen hinweg belegte es zudem den dritten Platz bei mehr als 100 gemeldeten Gespannen.
Ausgezeichnet wurden Johannes Schneider als Fahrer, Bilgin Schneider als Teambetreuerin, Karin Bleser und Dominik Zorn als Beifahrer beziehungsweise Beifahrerin sowie Michael Zimmermann als technischer Leiter. Das Team steht für großen Zusammenhalt, technisches Können und Leidenschaft für den historischen Motorsport.
Ein selbstgebautes historisches Rennmotorrad wurde bei der Veranstaltung vorgestellt und vermittelte den Gästen einen unmittelbaren Einblick in diese besondere Sportart.
SomeSongs: Musik und soziales Engagement
Für ihr langjähriges soziales Engagement im musikalischen Bereich wurde die Band SomeSongs ausgezeichnet. Zur Gruppe gehören Günter Weigel und Olivia Seck aus Willmenrod, Sandra Huth aus Dreisbach, Ralf Kortus aus Hachenburg und Achim Wüst aus Westerburg.
Seit 13 Jahren bereichert die Band das kulturelle Leben im Westerwald und absolvierte bereits nahezu 100 Auftritte. Besonders hervorzuheben ist, dass Gagen für soziale Einrichtungen und gemeinnützige Zwecke gespendet werden. Damit verbindet SomeSongs musikalische Leidenschaft mit einem nachhaltigen Beitrag für die Gemeinschaft.
Bei der Ehrung begeisterte die Band die Gäste mit mehreren Musikstücken und sorgte für eine stimmungsvolle musikalische Umrahmung.
Ein abwechslungsreiches Programm und verdiente Anerkennung
Die Kultur- und Sportlerehrung bot nicht nur Gelegenheit, die Leistungen der Geehrten zu würdigen, sondern machte deren Engagement auch unmittelbar erlebbar.
Die Veranstaltung im Tertiärum des Stöffel-Parks verdeutlichte eindrucksvoll, wie vielfältig das Engagement in der Region ist. Ob im Leistungssport, in der Nachwuchsförderung, im historischen Motorsport, in der Musik oder in der Erinnerungsarbeit – die Geehrten stehen beispielhaft für Leistungsbereitschaft, Verantwortungsbewusstsein und Gemeinschaftssinn.
Mit der Kultur- und Sportlerehrung wurde ihnen die verdiente Anerkennung ausgesprochen. Zugleich war die Veranstaltung ein Zeichen der Wertschätzung für all jene, die mit ihrem Einsatz das gesellschaftliche, sportliche und kulturelle Leben im Westerwald bereichern.
Weitere Bilder von diesem Abend können auf der Homepage der Verbandsgemeinde Westerburg eingesehen werden.