„Ich blicke glücklich zurück"
Alexandras Ausbildung bei der VG Westerburg
Drei Jahre, viele Abteilungen und jede Menge dazugelernt: Alexandra Hofmann hat ihre Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten bei uns abgeschlossen. Hier erzählt sie, wie ihre Zeit bei der VG Westerburg war – ehrlich, persönlich und mit ein paar Tipps für alle, die selbst über eine Ausbildung bei uns nachdenken.
Kurz zu mir
Ich heiße Alexandra Hofmann, bin 19 Jahre alt und wohne in der VG Rennerod. Nach meinem Realschulabschluss und Praktika im Kindergarten, in Apotheken und schließlich bei der VG Westerburg habe ich hier meine dreijährige duale Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten absolviert.
Wie ich zur VG Westerburg gekommen bin
Die VG hat mich als Arbeitgeber im öffentlichen Dienst gleich aus mehreren Gründen überzeugt: ein sicherer Arbeitsplatz, vielseitige Aufgabenbereiche und die Möglichkeit, direkt für die Menschen in der Region tätig zu sein. In der Ausbildung bekommt man einen abwechslungsreichen Einblick in die unterschiedlichen Bereiche der Verwaltung und lernt richtig viel kennen.
Schon im Einstellungsverfahren hatte ich Kontakt zu zuvorkommenden, freundlichen Kolleginnen und Kollegen. Die Werte, die mir dabei vermittelt wurden, haben sich während meiner Ausbildung dann auch voll und ganz bestätigt.
Wie meine Ausbildung abgelaufen ist
Los ging es mit einem Einführungsmonat, in dem ich nacheinander alle Abteilungen kurz kennenlernen durfte. Danach folgten längere Einsätze in den einzelnen Bereichen – vom Ordnungsamt über die Schulbuchausleihe und das Wahlamt bis hin zur Finanzabteilung zum Ende meiner Ausbildung.
Ein typischer Arbeitstag als Auszubildende ist dabei richtig abwechslungsreich, denn je nach Abteilung fallen ganz unterschiedliche Aufgaben an: von der Bearbeitung von Anträgen und dem Erstellen von Bescheiden über den persönlichen Kontakt mit Bürgerinnen und Bürgern bis hin zur Eingabe von Eingangsrechnungen in unserem Finanzsystem. Man arbeitet überwiegend am Computer, lernt verschiedene Rechtsgebiete kennen und unterstützt die Kolleginnen und Kollegen im Tagesgeschäft. Besonders spannend finde ich, dass man so viele verschiedene Bereiche durchläuft und dadurch einen umfassenden Einblick in die Arbeit der Verbandsgemeinde bekommt.
Was mir am meisten Spaß gemacht hat
Am liebsten mochte ich zwei Aufgaben: Zu Beginn die Begleitung des Außendienstes im Ordnungsamt – hier konnte ich das, was ich in der Schule gelernt hatte, direkt in der Praxis anwenden. Und zum Ende der Ausbildung die selbstständige Bearbeitung von Rechnungen in der Finanzabteilung. Was mir besonders gefällt: Die Tätigkeiten werden im Laufe der Ausbildung immer eigenständiger und eigenverantwortlicher.
Die wohl anstrengendste – aber auch witzigste – Zeit war der Einsatz im Wahlbüro. Das Wahlamt ist bei Wahlen vor allem für die Briefwahl zuständig. Gemeinsam mit einigen Kolleginnen und Kollegen haben wir Azubis die Unterlagen für alle vorbereitet, die Briefwahl beantragt hatten. Und am Wahltag durften wir bis in die späten Abendstunden aushelfen und so den Ablauf einer Wahl einmal aus behördlicher Sicht miterleben.
Mein Projekt, auf das ich besonders stolz bin
Richtig stolz bin ich auf den azubi-eigenen Instagram-Account der VG Westerburg. Der Account wird ausschließlich von uns aktuellen Auszubildenden betreut und gibt Einblicke in das Arbeiten bei der VG sowie in aktuelle Ereignisse und Termine. Gerade der Aufbau und die ersten Abstimmungen mit anderen Stellen im und außer Haus waren super, um neue Kontakte zu knüpfen und besser in der Verwaltung vernetzt zu sein.
Außerdem habe ich bei einigen besonderen Veranstaltungen mitgewirkt – unter anderem bei Berufsinformationsbörsen, dem Nachwuchskräftetag, Wahlen und der Schulbuchausleihe.
Was mich positiv überrascht hat
Am meisten überrascht hat mich, wie jung, offen und modern die Verwaltung tatsächlich ist. Viele haben bei einer Behörde ja noch das klassische, eher verstaubte Bild im Kopf – meine Erfahrung war komplett anders. Das Arbeitsklima ist freundlich und kollegial, man wird schnell ins Team aufgenommen, und bei Fragen oder Problemen wird einem zugehört und geholfen. Dadurch fühlt man sich von Anfang an ernst genommen und gut aufgehoben.
Der Zusammenhalt unter den Azubis
Durch die vielen gemeinsamen Projekte (zum Beispiel den Instagram-Account, die Organisation der jährlichen Berufsinformationsbörse in Westerburg oder unsere azubi-eigene Homepage), gemeinsame Aufgaben wie den Einsatz im Briefwahlbüro und den jährlichen Nachwuchskräftetag entsteht zwischen den Azubis von Anfang an eine gute Zusammenarbeit. Vor allem die Azubis und Studierenden in der Verwaltung haben regelmäßig dienstlich miteinander zu tun, sodass schnell ein gutes Miteinander entsteht und man sich gegenseitig unterstützt und austauscht.
Besonders bei der Planung der Berufsinformationsbörse, bei der uns Azubis viel Verantwortung und Selbstständigkeit übertragen wird, habe ich erlebt, wie hilfsbereit alle auch in stressigeren Momenten sind. Durch die gemeinsam geleiteten Projekte und die geteilte Zeit ist man einfach schnell zusammengewachsen.
Was ich gelernt habe
Fachlich habe ich vieles mitgenommen, das ich vorher nicht konnte – zum Beispiel den Umgang mit Gesetzestexten, den Ablauf einer Wahl (etwa der Bundestagswahl) aus behördlicher Sicht, die Grundlagen des kommunalen Finanzwesens in Rheinland-Pfalz und die Subsumtion von Sachverhalten.
Mindestens genauso wichtig war für mich aber die persönliche Entwicklung: Seit Beginn der Ausbildung sind meine Selbstständigkeit, mein Verantwortungsbewusstsein und ein selbstbewussterer Umgang mit Bürgerinnen und Bürgern deutlich gewachsen. Durch eigenständige Aufgaben und Projekte – Teilnahme an Sitzungen, eigenständige Fallbearbeitung, Vertretung der Verwaltung im Außendienst oder die Vorbereitung und Teilnahme an Vorstellungsgesprächen – habe ich gerade in diesen Bereichen schnell und viel dazugelernt.
Mein Tipp für künftige Azubis
Ein paar Dinge sollte man vorher wissen: Die Ausbildung ist ziemlich schreib- und gesetzeslastig, man arbeitet in der Verwaltung überwiegend am Computer, und in der Berufsschule erwarten einen breit gefächerte Lernfelder – von Polizei- und Ordnungsrecht über allgemeines Verwaltungsrecht, Haushaltsrecht und kommunale doppelte Buchführung bis hin zu Privatrecht, Personalrecht sowie Kosten- und Leistungsrechnung. Dafür ist der Job sehr krisensicher.
Besonders geeignet ist die Ausbildung zur bzw. zum Verwaltungsfachangestellten für Menschen, die gerne am Computer arbeiten. Eigenständigkeit, Zuverlässigkeit und Motivation sind wichtig, um sich in die unterschiedlichen Sachgebiete einzuarbeiten. Und durch die vielen Einsatzbereiche – ob Sozialamt, Ordnungsamt, Haushaltssachbearbeitung oder andere Bereiche – findet wirklich jede und jeder den passenden Platz. Egal ob introvertiert oder extrovertiert, ob man lieber mit Zahlen oder mit Bürgerinnen und Bürgern arbeitet: In der Ausbildung lernt man alle Bereiche kennen.
Weniger geeignet ist die Ausbildung, wenn man nicht überwiegend am Computer arbeiten möchte, keinen Spaß am Umgang mit Rechtsvorschriften hat oder sehr unorganisiert und unstrukturiert ist.
Wie es für mich weitergeht
Nach meinem erfolgreichen Abschluss übernehme ich zum 18.06.2026 die Sachbearbeitung im Sachgebiet Forst. Dort ist man unter anderem für die Abrechnung des Holzverkaufs für die Ortsgemeinden zuständig. Nach meiner Einarbeitung kommt voraussichtlich zum 01.01.2027 das Sachgebiet Jagd dazu – hier geht es zum Beispiel um die Erstellung von Jagdpachtverträgen.
Mein Fazit in einem Satz
Ich werde in jedem Fall glücklich und zufrieden auf diese Ausbildung zurückblicken und freue mich auf die künftige Arbeit bei der VG Westerburg. :)


