Förderung für nachhaltiges Bauen


von links: Bürgermeister der Verbandsgemeinde Westerburg Markus Hof, Abteilungsleiter Martin Ortseifen und Sachbearbeiter Schulen Stefan Hartmann bei der Übergabe des Förderbescheides


Förderung für nachhaltiges Bauen

Klimabündnis Bauen RLP fördert Neubauprojekt mit 200.000 Euro – Holzbauweise, recyclingfähige Baustoffe, Blockheizkraftwerk und Dachbegrünung sorgen für Klimaschutz

 

Eine durchgeführte Machbarkeitsstudie sowie die Berücksichtigung der Sportstättenplanungsverordnung des Landes Rheinland-Pfalz hat ergeben, dass es im Schulzentrum Westerburg zu wenig Möglichkeiten gibt, um Schulsport auszuüben.

Dies wird sich nun ändern:

Im Schulzentrum Westerburg entsteht derzeit eines der bedeutendsten Bauprojekte, welches die Bildungs- und Freizeitlandschaft der Region nachhaltig prägen wird. Auf dem Gelände der ehemaligen Hauptschule (Breslauer Straße) errichtet die Verbandsgemeinde Westerburg im Rahmen einer interkommunalen Zusammenarbeit mit dem Westerwaldkreis einen modernen Gebäudekomplex, der eine Dreifach-Sporthalle, ein Lehrschwimmbecken, eine Zentralmensa und eine Bibliothek vereint.

„Ein gemeinsamer Ort für Sport, Bildung und Gemeinschaft unter einem begrünten Dach in einem Gebäude, das hauptsächlich aus Holz besteht und mit erneuerbaren Energien betrieben wird – das ist ein echtes Leuchtturmprojekt. Daher fördern wir mit dem Klimabündnis Bauen gerne das Neubauprojekt am Schulzentrum Westerburg, sagte Klimaschutzministerin Katrin Eder.

 

Multifunktionales Zentrum für Schulen, Vereine und die Bürgerschaft

Mit dem Neubau schafft die Verbandsgemeinde ein multifunktionales Zentrum für Schulen, Vereine und die Bürgerschaft. Das Projekt komplementiert die bisherigen Schul- und Hallengebäude und vereint künftig Sport, Bildung und Begegnung unter einem Dach. Der großzügig gestaltete Vorplatz dient als Campus und verbindet die umliegenden Schulen, die Bushaltestelle und den Haupteingang des Neubaus.

„Mit diesem Neubau investieren wir nicht nur in die Zukunft unserer Kinder, sondern schaffen einen Ort, an dem Sport, Bildung und Begegnung in einem modernen und nachhaltigen Umfeld zusammenkommen“, betonte Bürgermeister Markus Hof.

 

Der Entwurf stammt vom Frankfurter Architekturbüro STUDIOBORNHEIM Unger Ritter Architekten. Geplant ist ein kompakter, eingeschossiger Baukörper, der sich harmonisch in die Umgebung einfügt und das bestehende Schulareal architektonisch ergänzt. Großzügige Glasflächen sorgen für helle, freundliche Räume und ermöglichen Einblicke zwischen den verschiedenen Bereichen. Das Dach wird begrünt und mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet, um umweltfreundlich Strom zu erzeugen.

Gebäude ist barrierefrei und dient als Versammlungsstätte

Die neue Dreifach-Sporthalle bietet als Versammlungsstätte Platz für bis zu 600 Personen und kann für den Schul- und Vereinssport flexibel in drei Teilbereiche unterteilt werden. Sie steht nicht nur dem Schulsport, sondern auch den örtlichen Vereinen zur Verfügung. Das Lehrschwimmbecken verfügt über ein 16,66 Meter langes Lehrschwimmbecken mit verstellbarem Hubboden, der unterschiedliche Wassertiefen ermöglicht. Die Realisierung eines Schwimmbeckens dieser Größe ist aufgrund einer zweckgebundenen Spende in Höhe von 1.650.000 Euro durch die Else Schütz Stiftung möglich. Die Zentralmensa ist für die Zubereitung von bis zu 500 Mahlzeiten pro Tag ausgelegt und bietet 300 Sitzplätze im Innen- und Außenbereich. Ergänzt wird das Ensemble durch eine moderne Bibliothek, die sowohl von den Schulen als auch von der Öffentlichkeit genutzt werden kann.

Großer Wert wird auf Barrierefreiheit gelegt: Sämtliche Gebäudebereiche sind schwellenlos zugänglich, ein Aufzug verbindet alle Ebenen, und in allen Funktionsbereichen stehen barrierefreie Sanitärräume zur Verfügung.

Ökologische und energetisch auf dem neusten Stand der Technik

Auch in ökologischer und energetischer Hinsicht setzt der Neubau Maßstäbe. Das Gebäude wird überwiegend in Holzbauweise errichtet und nutzt das vorhandene Nahwärmenetz, gespeist durch Blockheizkraftwerk, Pelletkessel und Wärmepumpen. Eine moderne Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung sorgt für optimale Luftqualität bei gleichzeitig hoher Energieeffizienz. Die auf dem Dach installierte Photovoltaikanlage mit einer Leistung von rund 183 Kilowatt-Peak trägt zusätzlich zur Eigenstromversorgung bei.

„Das Projekt steht beispielhaft für eine nachhaltige und zukunftsorientierte Bauweise“, erläuterten die Architekten Christopher Unger und Peter Ritter. „Durch den hohen Anteil an Holz als Baustoff, kurze Wege und energieeffiziente Technik entsteht ein Gebäude, das ökologisch, wirtschaftlich sowie funktional überzeugt.“


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