Esther Behmer, David Furgasov und Leon Müller haben ihre Gesellenprüfungen mit besonders guter Leistung abgeschlossen.
Um diesen Anlass verdient zu würdigen, lud Bürgermeister Markus Hof am Freitag, den 06.03.2026 zu einer Feierstunde in die Verbandsgemeinde Westerburg ein.
Esther Behmer aus Winnen, hat ihre Ausbildung zur Bäckerin als Jahrgangsbeste abgeschlossen. Mit der Ausbildung erfüllte sie sich zunächst den Wunsch, ihr langjähriges Hobby zum Beruf zu machen und ihre Leidenschaft für das Backhandwerk auch im Berufsalltag auszuleben. „Ich wollte herausfinden, wohin mich meine Kreativität im Handwerk führen kann und bin damit auch in die Fußstapfen meiner Mutter getreten.“ Während dieser Zeit überzeugte sie durch handwerkliches Geschick und Engagement. Für ihre Zukunft hat Frau Behmer dennoch andere berufliche Pläne und möchte einen neuen Weg einschlagen. Unabhängig davon bleibt ihr Prüfungsergebnis ein besonderer Erfolg.
Nach einem Schulpraktikum, entschied sich David Furgasov aus Westerburg für eine Ausbildung bei Dachdecker- und Spenglermeister Lukas Zerfas in Kölbingen. Nach dreijähriger Lehrzeit im Berufsbildungswerk in Mayen absolvierte Herr Furgasov seine Gesellenprüfung als Prüfungsbester und gewann zudem als Innungssieger den Leistungswettbewerb des Dachdeckerhandwerks. „Dachdecker ist für mich der schönste Beruf der Welt. Ich könnte mir nichts anderes vorstellen.“
Sein Ausbilder, Lukas Zerfas, ist ein beeindruckendes Beispiel für unternehmerischen Mut und konsequente Nachwuchsförderung. Mit gerade einmal 20 Jahren gründete er nach erfolgreicher doppelter Meisterprüfung sein eigenes Dachdeckerunternehmen. Heute beschäftigt er einen Meister, fünf Dachdeckergesellen und drei Aushilfen und setzt sich aktiv, im Landesinnungsverband Rheinland-Pfalz, für die Ausbildung junger Menschen im Handwerk ein.
Leon Müller aus Rothenbach hatte ursprünglich geplant, beruflich einen ganz anderen Weg einzuschlagen. Durch ein Praktikum im Bereich der Dachbegrünung ergab sich jedoch eine neue Perspektive und er wurde auf die Zimmerei Weisenfeld GmbH aufmerksam. Hier bekam er die Möglichkeit, eine Ausbildung als Zimmerer in dem Unternehmen zu absolvieren. „Rückblickend war meine Ausbildungszeit sehr positiv und lehrreich.“ Herr Müller konnte viele fachliche Fähigkeiten und praktische Erfahrungen sammeln, die ihn für seinen weiteren beruflichen Weg von großem Nutzen sein werden. Besonders hervorzuheben sei die abwechslungsreiche Arbeit in der Zimmerei. Die unterschiedlichen Projekte und Baustellen, beispielsweise das Errichten von Carports, die Restaurierung von Fachwerk oder Arbeiten im Holzrahmenbau sorgten dafür, dass der Arbeitsalltag stets vielseitig und interessant blieb.
Leon Müller absolvierte seine Abschlussprüfung als zweitbester des Jahrgangs, mit sehr guten Ergebnissen, auf die nicht nur er stolz sein kann.
Die Zimmerei Weisenfeld GmbH steht für „starke Ideen aus Holz“ und vereint traditionelle Zimmererarbeiten mit Fachwerkrestaurierung sowie maßgeschneiderter Holzverarbeitung. Dabei wird bewusst auf die Verwendung von heimischen Hölzern gesetzt, für individuelle Projekte von Holzfassaden bis zu Sonderanfertigungen im Holzbau. Als geprüfter Restaurator im Zimmererhandwerk und über vierzigjähriger Berufserfahrung ist Klaus Weisenfeld als Zimmermeister und Mitglied in der Fachgruppe Restauratoren der richtige Ansprechpartner.
Der Friseurmeister Dieter Hoffmann aus Höhn darf sich ebenso daran erfreuen, eine Innungsbeste im Friseurhandwerk ausgebildet zu haben. Mit hervorragenden Prüfungsergebnissen setzte sie sich an die Spitze ihres Jahrgangs.
Die Auszeichnung unterstreicht die konstant hohe Ausbildungsqualität im Betrieb von Friseurmeister Dieter Hoffmann, der seit 1978 selbstständig tätig und damit seit fast fünf Jahrzehnten eine feste Größe im Handwerk der Region Westerwald ist. Während seiner Laufbahn bildete er rund 50 Auszubildende erfolgreich aus, von denen etwa 20 als Innungsbeste geehrt wurden. Viele seiner ehemaligen Lehrlinge haben später den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt und führen heute erfolgreich eigene Salons. „Nachwuchsförderung ist eine Investition in die Zukunft unseres Handwerks, gerade hier im ländlichen Raum“, betont Hoffmann.
Mit Blick auf das bevorstehende 50-jährige Jubiläum seiner Selbstständigkeit im Jahr 2028 wird deutlich, welch nachhalten Beitrag Dieter Hoffmann für das Friseurhandwerk im Westerwald geleistet hat. Die erneute Auszeichnung einer seiner ehemaligen Auszubildenden steht exemplarisch für eine kontinuierliche Erfolgsgeschichte aus Höhn.
Die Feierstunde machte einmal mehr deutlich: Die Zukunft des regionalen Handwerks wird geprägt durch junge Talente, die mit Energie und Können ihre Berufe leben und durch erfahrene Ausbilder, die diese Talente fördern.
Bürgermeister Markus Hof gratuliert allen Geehrten herzlich zu ihren herausragenden Leistungen und dankte den Ausbildern für ihren unermüdlichen Einsatz.


