Der
Werksausschuss der Verbandsgemeinde Westerburg vergab in seiner letzten Sitzung
verschiedene Arbeiten zur Durchführung von Baumaßnahmen im Bereich der
Verbandsgemeindewerke.
Nach
der Inbetriebnahme der neuen Gruppenkläranlage Westerburg/Gemünden konnte die
alte Kläranlage Westerburg Anfang des vergangenen Jahres außer Betrieb genommen
werden. Dazu wurden in einem ersten Bauabschnitt ein Teil des Zulaufsammlers,
das notwendige Trennbauwerk und das restliche Teilstück des Verbindungssammlers
nach Gemünden fertig gestellt.
In
einem zweiten Bauabschnitt erfolgen nun der Umbau des bisherigen Kombi-beckens
zu einem dem Stand der Technik entsprechenden Regenüberlaufbecken sowie der
Neubau des Sammlers Stadionstraße, zunächst bis zum Schwimmbad. Die Arbeiten
wurden in vier Lose untergliedert, zu denen neben der technischen Ausrüstung
auch Betonsanierungen an dem bisherigen Kombibecken gehören. Nach dem Ergebnis
der öffentlichen Ausschreibung beträgt das Auftragsvolumen insge-samt 1,65
Mill. EUR. Die Vergabe erfolgt für jedes
Los an den günstigsten Bieter.
Im
Zusammenhang mit der Sanierung der Regenentlastungsanlagen im Einzugsbe-reich
der Kläranlage Höhn wurden im Bereich "Oellingen-Ost" ebenfalls
bereits im vergangenen Jahr das notwendige Regenüberlaufbecken sowie Kanal- und
Wasserleitungen in der Wohnstraße "Am Eichbaum" hergestellt bzw.
erneuert. Die Arbeiten im Rahmen dieses ersten Bauabschnittes sind
weitestgehend abgeschlos-sen.
Als
zweiter Bauabschnitt ist nun die Verlegung bzw. Erneuerung von Kanal- und
Wasserleitungen in der "Illinger Straße" bis zur Kreuzung "Am
Eichbaum/Bleich-straße" vorgesehen. Danach kann der noch vorhandene
Regenüberlauf, der auf-grund seiner Lage im Wasserschutzgebiet
"Alexandria" wegfallen muss, zurückge-baut werden. Gleichzeitig
erfolgt der erstmalige Straßenausbau im Bereich "Am Eichbaum" durch
die Ortsgemeinde Höhn.
Nach
dem Ergebnis der öffentlichen Ausschreibung liegen die Kosten der
Gesamt-baumaßnahme bei 470.000,00 EUR. Der Werksauschuss beauftragte den Anteil
der Verbandsgemeindewerke mit rd. 390.000,00 EUR. Die Arbeiten für den
Straßenbau in Höhe von rd. 80.000,00 EUR werden von der Ortsgemeinde Höhn
vergeben.
Wie
die meisten Tiefbrunnen in der Verbandsgemeinde Westerburg wurde auch der
Brunnen Pottum Mitte der 60-iger Jahre des vorherigen Jahrhunderts gebohrt und
ausgebaut. Der damalige Brunnenausbau mit einer Tiefe von ca. 80 m weist heute
durch Lochfrass größere Schadstellen auf. Ein großer Teil der Filteroberfläche
ist durch Verkrustung undurchlässig geworden, weshalb die Förderleistung des
Brunnens in den letzten Jahren nachgelassen hat. Durch die mangelnde Abdichtung
des Brunnens zum umgebenden Gelände kam es außerdem wiederholt zu Trübungen im
Wasser. Die daher dringend notwendige Sanierung erfolgt durch das Herausnehmen
des vorhandenen Brunnenausbaus und Einbau neuer Filterrohre. Gleichzeitig wird
eine bessere Abdichtung eingebracht, um das Eindringen von Oberflächenwasser zu
verhindern. Der Gesamtumfang der Arbeiten wurde be-schränkt unter fünf dafür
geeigneten Fachfirmen ausgeschrieben. Der günstigste Bieter erhielt den
Zuschlag, wobei mit Kosten in Höhe von 180.000,00 EUR zu rechnen ist.
Ein
größerer Teilbereich der Ortslage Kölbingen wird durch Kanalleitungen
entwässert, die zwischen Dorfgemeinschaftshaus und Katholischer Kirche den Rad-
und Wanderweg (ehemaliger Bahndamm) kreuzen. Eine Bestandsaufnahme durch
Kamerabefahrung hat gezeigt, dass der parallel im Kreuzungsbereich gelegene
Misch- bzw. Regenwasserkanal praktisch völlig zerstört ist. Beide Leitungen
müssen daher kurzfristig auf einer Länge von 25 bis 30 m erneuert werden.
Die
Arbeiten müssen in offener Bauweise ausgeführt werden. Eine Durchpressung des
ehemaligen Bahndammes kommt sowohl aus technischen wie auch aus Kostengründen
nicht in Betracht. Dabei ist mit einer Bauzeit von zwei bis drei Wochen zu
rechnen. Radfahrer und Fußgänger werden während dieser Zeit örtlich umgeleitet,
so dass keine größeren Behinderungen entstehen. Mit den Bauarbeiten wird nach
den Osterfeiertagen begonnen. Die Verbandsgemeindewerke werden Einzelheiten
hierzu rechtzeitig veröffentlichen.
Die
beschränkte Ausschreibung der Arbeiten hat ergeben, dass für die Durch-führung
rd. 65.000,00 EUR aufgewandt werden müssen. Auch hier vergab der Werksausschuss
den Auftrag an den günstigsten Bieter.
Der
Westerwaldkreis plant den Ausbau der K73 zwischen Kaden und Rothenbach. Seitens
der Verbandsgemeindewerke sind im Zuge der Baumaßnahme die Er-gänzung der
Ortskanalisation und Wasserversorgung in der Rothenbacher Straße (K73) und der
Grube-Anna-Straße (K86) sowie die Verlegung einer Wasserleitung im Bereich des
Friedhofs Rothenbach zur Versorgung der "Rothenbacher Mühle"
vorge-sehen bzw. erforderlich. Insgesamt wird dafür mit Kosten von ca.
270.000,00 EUR gerechnet. Die Ausschreibung erfolgt gemeinsam mit den
Straßenbauarbeiten durch den Landesbetrieb Mobilität, wobei hiermit zeitnah
begonnen werden soll. Damit es nicht zu unnötigen Verzögerungen kommt, wurde
Bürgermeister Loos durch den Werksausschuss ermächtigt, die Arbeiten an den
insgesamt günstigsten Bieter zu vergeben.
Schließlich
stimmte der Werksausschuss der Ersatzbeschaffung eines Fahrzeuges für den Einsatz
im Bereich der Abwasseranlagen zu. Das bisherige Fahrzeug ist zwölf Jahre alt,
wobei die jetzt notwendigen Reparaturarbeiten den Zeitwert bei weitem
übersteigen. Die Kosten für das Neufahrzeug beziffern sich auf 28.300,00 EUR.